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Software (I): Content. Warum die Entscheidung für eine Digital Signage Software wohl überlegt sein will

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"Content, Content und Content." So lautete die Standardantwort auf der Viscom 2014 zur Frage, welche Faktoren für den Erfolg von Digital Signage Projekten entscheidend sind. Aus einem bestimmten Blickwinkel ist das richtig, doch die Antwort ist doch etwas komplexer.

Natürlich gab es in den Diskussionsrunden noch andere Antworten. Hardwarehersteller und -lieferanten erinnerten daran, dass nichts zu sehen sei, wenn ihr Beitrag zum Gesamtprojekt nicht funktioniert bzw. nicht genug Berücksichtigung in der Planung findet. Auch richtig und als Aussage auf einer Messe mehr als nachvollziehbar.

Auch die Softwarenbieter hielten die eigene Fahne hoch, indem sie zurecht betonten, dass Digital Signage schon lange viel mehr ist, als Inhalte auf Bildschirmen "abzuspielen". Und genau an diesem Punkt wird es spannend weiter zu denken.

Viele Faktoren bestimmen, ob eine Digital Signage Anwendung ihr wichtigstes Ziel erreicht: die Aufmerksamkeit von Passanten, Kunden etc. in Rekordzeit zu gewinnen, um dann, im direkt folgenden zweiten Schritt, die nachgelagerten Ziele diesen Zielgruppen anbieten zu können. Die Ziele sind sehr unterschiedlich. Von Interesse wecken für Informations- und Produktangeboten, Hilfestellungen, wie Wegeleitsysteme, Wartezeitverkürzung bis hin zu interaktiver Kommunikation ist so ziemlich alles, auch in Kombination, denk- und plan- und umsetzbar.

Die letzte Aussage bezieht sich insbesondere auf den Bereich Hardware. Letztendlich findet sich hier immer eine Lösung, abhängig von den Faktoren Erfahrung, Innovation, Qualität und natürlich Budget. Es gibt viele unterschiedliche Varianten, sowohl bei Bildschirmen als auch bei Zuspielern oder sonstiger Peripherie. Viel zentraler ist die Frage: kann ich das alles hinterher auch steuern?

Ähnliches gilt für den viel beschworenen Content. Natürlich bietet es Vorteile, speziell für das eigene Digital Signage Projekt optimierte Inhalte zu erstellen. Immerhin sind die oben erwähnten Aufmerksamkeitsspannen wirklich sehr kurz, in dem die Zielgruppe angesprochen werden kann - man geht von unter einer Sekunde im Schaufensterbereich bis maximal drei Sekunden in einer Warteschlange aus.

Mit Blick auf die Praxis - und hier hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren nichts verändert - gilt es notwendigerweise die Rahmenbedingungen, unter denen die Contentproduktion für Digital Signage stattfindet, zu berücksichtigen. In den seltensten Fällen besteht viel Vorlauf für die Produktion eigenständiger Digital Signage Medien. Vielmehr werden vorhandene, für andere Kampagnen oder Onlineanwendungen erstellte Vorlagen und Medien zweitverwertet. Es handelt sich hierbei meist um Plakatkampagnen oder sonstige Key-Visuals, gerne auch mal der teuer produzierte Werbe- oder Imagespot, der zu schade wäre, um ihn hier nicht auch zu zeigen.

Das ist nicht immer ideal, da diese Inhalte eben nicht für unterschiedliche Kontexte und Formate gedacht waren, aber so sieht der Alltag aus. Entsprechend aufbereitet und in den Gesamtkontext eingebettet, spricht nichts gegen eine effiziente Vorgehensweise.

An dieser Stelle folgt die wichtigste und dennoch zu Beginn eines Projekts oft verschwiegende Wahrheit: Digital Signage Projekte sind dynamisch - sie leben von Veränderung und Anpassung. Das ist sogar der größte Nutzen, den sie gegenüber klassischer Konkurrenz wie Plakate, Aufsteller und reine Videoplayer haben. Das bedeutet aber auch, dass nichts, wirklich gar nichts sicher festgeschrieben bleibt. Nicht die Hardware, nicht deren Standort und Nutzung und natürlich auch nicht die Inhalte, ganz klar, aber damit auch nicht die Ausgangsformate der Inhalte.

Eine Digital Signage Plattform, die sich auf einzelne Formate einschränkt, bringt seine Nutzer schnell in Schwierigkeiten, da schnelle Reaktionszeiten nicht mehr möglich sind. Wenn für jede Text- oder Preisänderung ein neuer Film gerendert werden muss, führt das meist nicht nur zu unnötigen Agenturkosten, es bedeutet insbesondere, dass die Vorteile schnelle Reaktion auf Kunden und Kontext nicht mehr ausgespielt werden können.

Deshalb ist eine wichtige Basis der Videroplattform die Unabhängigkeit von Formaten. Die Lösung ist so einfach wie logisch: Der Player spielt jedes Format ab, egal ob Photoshop oder PDF, unterschiedliche Video- oder Bildformate bis hin zu sämtlichen Daten, die in ihren Onlinedatenbanken, wie z.B. Webshops schlummern - Sie können alles nutzen.

Damit sind Sie als Verantwortlicher schon einmal die ersten Sorgen los und können sich so auf die zentralen Fragen konzentrieren, welche Inhalte Sie wann nutzen und wie sie diese dem Betrachter anbieten möchten. Hierzu genügt es aber nicht, dass Sie jedes Format nutzen können, sie müssen die Inhalte ebenso für den Einsatz aufbereiten, d.h. zurechtschneiden, drehen, überlagern, maskieren, kürzen und animieren – Aufgaben, die in den meisten Fällen extern bei Agenturen erledigt werden. Videro holt diese Funktionalitäten auf die Plattform, wo die Inhalte gemanaged werden. Die eben beschriebenen Funktionen können alle mit Hilfe des Videro OnlineComposers eingestellt und durchgeführt werden. Das spart Zeit, verhindert Abhängigkeiten und sichert größtmögliche Kontrolle über den Content.

Wenn Sie der Aufgabe Digital Signage Content gut vorbereitet entgegentreten wollen, sollten Sie also genau darauf achten, welche Werkzeuge Ihnen zur Verfügung stehen.

Fortsetzung folgt

Das ist aber noch nicht alles, worauf Sie bei der Auswahl der Digital Signage Plattform achten müssen. Zukunftsfähigkeit, Flexibilität, Sicherheit und Kontrolle sind ebenso Themen für die richtige Auswahl einer Plattform. Dazu später mehr in der Fortsetzung unserer Softwarebetrachtung.