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L.Stroetmann EDEKA & Großmarkt: Digital Signage als Must-have für die moderne Ladengestaltung

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Wie wird man ein erfolgreicher Partner von Deutschlands umsatzstärkster Einzelhandelskette? Klar, man muss Lebensmittel lieben und Top-Qualität liefern. Was aber ebenfalls dazu gehört ist modernste Ladengestaltung und eine Premium-Einkaufsatmosphäre. All das bieten die EDEKA Märkte des Familienunternehmens L.Stroetmann. Ein wesentlicher Baustein dazu sind innovative Digital Signage Installationen, powered by Videro.

Tradition ist manchmal die beste Quelle für Innovation. Die L.Stroetmann Unternehmensgruppe kann auf eine 225Jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Was als kleiner Kolonialwarenladen in der Aegidiistraße 18 in Münster begann, ist mittlerweile eine Firmengruppe mit mehr als 1.500 Mitarbeitern. Die Unternehmensgruppe betreibt im Geschäftsbereich Einzelhandel unter anderem fünf eigene E-Center in Coesfeld, Münster, Schüttorf, Münster und Hiltrup und beliefert über 100 weitere Edeka-Märkte mit Lebensmitteln.

Der Unternehmenszweig Großhandel verfügt über zwei eigene Großmärkte in Gronau und Münster. Komplettiert wird der mit Lebensmitteln befasste Firmenteil durch einen Großverbraucherservice, der Großküchen und Restaurants im ganzen Bundesgebiet versorgt. Ebenfalls bundesweit agiert das Unternehmen L.Stroetmann Saat, dessen nachts auffällig grün beleuchtetes Produktionszentrum mit 6 ha Fläche direkt an der A1 bei Münster Amelsbüren steht. Bis zu 120 LKW fahren allein diese Anlage täglich an. Weitere Zentren und Aufbereitungsanlagen sind im gesamten Bundesgebiet verteilt - erhältlich ist dort vom Rasen über Getreide fast alles was wächst - plus Heimtiernahrung.

So geht einkaufen

Dabei befindet sich das Unternehmen fest in Familienhand, ohne weitere Anteilseigner. Die Brüder Max und Lutz Stroetmann führen die Geschäfte, wobei sich Max Stroetmann vor allem dem Einzel- und Großhandelsbereich widmet.
 

Burkhard Heuser
Werbeleiter Burkhard Heuser

Im Zeitraum 2007/08 startete in diesem Geschäftsbereich erste Laden mit einem Videro-Player und LCD-Bildschirm, der damals neu eröffnete Standort in Borghorst, einem modernen E-Center mit fast 4.000 m² Ladenfläche. Inzwischen sind in den Läden der Gruppe mehr als 70 Player im Einsatz und die Bildschirme sind längst auf moderne LED-Bildschirme umgerüstet. „Für uns war der Ansatz ein solches System einzuführen, dass wir unseren Kunden ein modernes Einkaufserlebnis bieten wollten. Unser Märkte verbinden Premiumatmosphäre mit Top-Qualität und besten Preisen - da passen aus unserer Sicht selbst geschriebene Zettel, Plakate oder Tafeln nicht ins Bild.“, erklärt Werbeleiter Burkhard Heuser, der das Digital Signage Projekt von Anfang an leitet.

 

Heuser leitet die hauseigene Werbe- und Marketingabteilung, die sich für alle Medien des Unternehmens verantwortlich zeichnet, von der Visitenkarte bis zum Imagevideo oder der animierten Digital Signage Information. „Beim Start des Projektes hat EDEKA Stroetmann echte Pionierarbeit geleistet, denn damals gab es im deutschen Einzelhandel nur sehr wenige Unternehmen, die überhaupt von Digital Signale gehört hatten.“, erinnert sich Johannes Büld, Vorstand der Videro AG.

„Damals war alles noch etwas aufwendiger. Die LCD-Bildschirme wurden in einen speziellen Rahmen verbaut, mit einer zusätzlichen Scheibe, zum Schutz vor Spritzwasser, damit es auch unseren Ansprüchen an den Ladenbau genügte. Damit war jedes Gerät sehr aufwendig in der Produktion. Gleichzeit waren die Lösungen am Ende nicht gerade kompakt und Bildschirm und Rahmen haben bestimmt 25 Zentimeter aufgetragen.“, erzählt Heuser.

Bei der Anpassung und Weiterentwicklung haben die Münsteraner Händler eng mit der Gronauer Videro AG zusammengearbeitet. „Die Anforderungen waren von Anfang sehr hoch. Es gab einfach eine große Zahl von Artikeln, deren Preise wöchentlich oder gar täglich geändert werden musste und das auch noch für unterschiedliche Themenkanäle. Eine solche Lösung gab es damals noch nicht - aber wir haben uns regelmäßig mit den Kollegen von Stroetmann besprochen und schlussendlich eine professionelle Lösung an den Start gebracht. Auch wenn es zwischendurch offen gestanden auch einige Probleme gab.“, sagt Büld.

Der Inhalt macht’s

Dennoch war Werbeleiter Heuser und sein Team von Anfang an sehr zufrieden mit den Installationen, was nicht zuletzt an den professionellen Inhalten gelegen hat. „Wir hatten von Anfang an gute Inhalte, die wir in der Videro-Datenbank erstellt und über das Videro-System verteilt haben. Das war absolut zeitgemäß und entsprach auch unserem Wunsch, die Kollegen vor Ort durch die Installationen zu entlasten, da immer weniger Inhalte lokal und vor allem manuell gepflegt werden müssen.“, so Heuser.

Die inhaltliche Gestaltung wird komplett Inhouse vorgenommen und mit der Videro-Artikeldatenbank verwaltet. Im Videosystem sind alle Artikel mit Artikelnummern abgelegt, die regelmäßig beworben werden. Komfortabel ist dabei die Contenterstellung mittels einer Vielzahl von Layout-Templates. So müssen Beiträge für Artikel nur selten komplett neu erstellt werden. Der Artikel wird einmal in der Datenbank mit dem richtigen Werbetext und dem richtigen Preis angelegt und ab dann kann man diesen für unterschiedliche Beiträge nutzen.

„Einige Händler und Anbieter von Instore-Marketing spielen alle Inhalte immer über jeden Bildschirm ab, aber das war nie unsere Philosophie. Wir wollten ganz klar immer nur ein Programm an der jeweiligen Theke. Wir haben dementsprechend ein Käseprogramm, ein Wurstprogramm, ein Fleischprogramm etc. Vor einiger Zeit hatten wir noch ein extra Programm für Wein. Hinzu kamen dann jeweils Ergänzungen, z.B. Käseangebote oder der klassische Wein. Beim Fleisch waren es Pommes Frites oder ähnliche Waren – eben Artikel, die zum Fleisch passen.“, sagt Heuser.

Eine Lernkurve bleibt da nicht aus. So ist das Weinprogramm inzwischen eingestellt. „Vermutlich zu technisch für dieses Umfeld“, mutmaßt der Marketingexperte. Ähnliches gilt für den Verkaufserfolg generell: „Für uns sind die Systeme nur indirekt Verkaufsförderung, denn eine direkte Abverkaufssteigerung haben wir bei bestimmten Tests nur in engen Grenzen feststellen können.“, resümiert Heuser.

Das Gesamtpaket stimmt

Doch das Gesamtkonzept aus Verbesserung der Ladenatmosphäre, Entlastung der Verkaufskollegen und innovativer zentral gesteuerter Marketingkommunikation scheint trotzdem aufzugehen. Inzwischen werden neue oder umgerüstete Läden, wenn möglich, nur noch mit Bildschirmen ausgestattet. Und das obwohl die Installationen und die fortlaufenden Pflege bei einem Laden mit mehreren Bildschirmen leicht einige hundert bis tausende Euro im Jahr kosten kann - durch Softwaregebühren und die Pflege der Inhalte.

„Wir haben uns sehr bewusst für Videro als Digital Signage System entschieden, auch wenn es hier preislich durchaus günstigere Varianten gibt.“, sagt der Marketingleiter. „Doch für uns ist es extrem wichtig, dass das System sicher läuft, modernste Standards erfüllt und wir vor allem einen perfekten Service erhalten. Und das ist genau das, was wir seit gut acht Jahren von Videro erhalten.“, so Heuser.

Pläne zu technischen Erweiterungen - beispielsweise mit interaktiven Elementen, z.B. über Touchapplikationen oder RFID/Beacon-Technologien - gibt es derzeit bei den Händlern nicht. „Unsere Strategie hier lautet: Wir wollen den Kunden nicht überladen. Der Kunde fährt zu uns, hat sein Radio an, sein Smartphone in der Tasche, das auch noch permanent klingelt. Im Laden läuft das Radio POS mit zusätzlicher Werbung. Wir glauben, dass es dann kontraproduktiv wäre, dem Kunden noch mehr Werbung zuzumuten. Er soll sich auf das Wesentliche, nämlich die Artikel und deren Preis, konzentrieren, wenn er an die Theken kommt.“, sagt Heuser.

In den nächsten Jahren möchten die Marketingspezialisten noch viele weitere Märkte, eigene und die der Kunden mit Videro-Digital-Signage-Systemen ausstatten. Heuser: „Das nächste Highlight wird hier unser geplanter neuer Store im Hafen Center Münster, Hier verbauen wir insgesamt 11 Bildschirme, die wir dann über Videro steuern - und so kann es gern weitergehen.“

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